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Angeln 007

13.05.04_028

                                                 Eine super Woche
Samstag 3.30 Uhr, endlich geht es los, Auto und Anhänger hatten wir schon am Freitag gepackt. Im strömenden Regen geht es ab zur B401 und dort mussten wir feststellen, dass die in unserer Richtung gesperrt war. SCHEISSE da hilft nur umdrehen und einen Umweg fahren. Dann wollten wir noch tanken, nur leider machte die Tankstelle erst um 6.00 Uhr auf. Und nun, zwei Stunden warten oder hoffen, dass in Vechta eine ist, die offen hat und die wir auch finden. Das fing ja schon wieder gut an. Aber nach etwas suchen und die Tanknadel im Auge behalten, hatten wir endlich den Tiger gefunden, das war dann auch höchste Zeit. Und immer noch Regen, Regen, Regen. Tja, wie immer noch nicht mal am Wasser und schon nass. Mit einigen Stunden Verspätung kamen wir endlich in Eldenburg an, wo wir die Angelkarte für die Müritz – Plau mit Sondergewässer, wo wir ja auch schließlich hinwollten, kauften.Von Waren aus fuhren wir noch ca. 20 km zum See. Aber was war da wieder los? Der Weg auf die Wiese war gesperrt. Schnell mit Andreas telefoniert, was nun? Na ja, dann halt erst zu meiner Schwester das Boot holen und dann mit Andreas treffen und zum See zurück fahren. Wieder dort angelangt, stellten wir fest, dass wir doch auf die Wiese konnten, wenn sich auch der Omega mit Anhänger schwer durch den Schlamm zu kämpfen hatte.
Die ersten Eindrücke waren mal wieder einmalig. Wahnsinn wenn man so ein riesiges Wasser sieht. Jetzt nur noch die Frage, wo hin?
 

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Da wir ja die einzigen Angler hier waren, war freie Platzwahl angesagt. Nachdem Andreas und Thomas sich mit Hilfe des Bootes noch Stellen angesehen hatten, blieben wir doch wo wir waren. Der Wind war zwar nicht so, wie wir ihn gerne gehabt hätten, aber es sollte ja noch anders werden. Deshalb blieben wir auch im Flachen. Nachdem Andreas eine Münze werfen musste, wussten Thomas und ich wo wir angeln wollten. Thomas links und ich nach rechts raus. Wir sind dann die Stellen mit dem Echolot abgefahren und haben unsere Marker gesetzt. Dann noch die Ruten rausgebracht, alles vernünftig aufgebaut und und und…Es war schon 21.30 Uhr wo wir unser weiteres Vorgehen, beim ersten Kaffee an diesem Tag, besprochen hatten. Wenn wir 2 bis 3 Nächte keinen Erfolg haben sollten, würden wir umziehen. Deshalb sind wir ja auch mit „leichtem“ Gepäck gefahren. Aber es kam ganz anders…als gedacht.Um 03.00 Uhr bekam ich einen Run auf meine Partikel Rute. Damit hatte ich nicht gerechnet. Schlaftrunken drillte ich meinen ersten Carp, der wie ich merkte zwar kein Riese sein konnte, aber egal. Klasse, erst ein paar Stunden an einem neuen Gewässer und dann gleich den ersten Fisch, 12 Pfund auf Partikel, obwohl uns alle vom Angeln mit eben diesen abgeraten hatten. Später, oder besser früher am morgen ca.06.00Uhr kam auch schon der nächste Run auf Partikel der nächste Carp 18pf und wieder einmal brachte Thomas mir die Regenjacke und half mir während des Drills hinein denn der Wind und der Regen wurden immer schlimmer.
 

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Zwei Karpfen in der ersten Nacht, das fing ja schon sehr gut an und es sollte nicht aufhören.Wie aus den Berichten, die man liest aber nicht glauben kann, bis man es selber erlebt.Und jetzt konnten wir auch die anderen Angler verstehen, die in einigen Berichten schon vom Stress am Wasser schrieben.

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Am zweiten Tag kam der Schrecken zu uns genannt der „Graubärtige“. Man hatte uns schon vor diesem Einheimischen gewarnt. Er soll die Angler ganz schön schikanieren. Zum Glück waren mein Schwager und meine Schwester gerade da, die uns Planken brachten damit wir nicht ganz im Schlamm versanken.
So konnten wir in Ruhe die Ruten raus bringen und die haben sich mit dem Graubärtigen auseinander gesetzt. Ich weiß nicht was die geredet haben, aber bei uns kam er nicht mehr an zu schimpfen sondern nur zum Montage schleppen und einfangen, na ja sonst hatten wir das schön ruhig am Wasser und nur nette Leute kennen gelernt.
Beim Kontrollieren der Ruten hatte Thomas an seiner linken Pelletrute einen Karpfen von 6 Pfund der klamm heimlich samt Montage nach rechts rüber geschwommen war. Als wir im Dunkeln mit den Ruten fertig waren saßen wir noch beim Kaffee kurz draußen, da es endlich windstill und trocken war.
Montag der 01.10. ging es um 2.00 Uhr morgens los. Die rechte Scopex Rute, mist kurz vorm Kescher der Fisch weg.
 

Um 4.00 Uhr wieder einen Carp auf Partikel, gleich ins Boot rein, alles top 16 Pfund.
Ins Boot mussten wir immer, da die ersten 20 – 30 Meter zu flach waren und die Gefahr bestand, dass sich der Karpfen
an Grund festsetzte. Dienstag 02.10. um 0.30 Uhr ging Thomas seine Rute ab. Einen schönen Karpfen von 8 Pfund und beim abhaken des Fisches, bekam ich einen Run auf meine Partikel Rute ( mal wieder ).Dieser Fisch wog 16 Pfund Um 3.00 Uhr fing Thomas einen Karpfen auf seiner Partikel Rute von 17 Pfund. Und um 6.00 Uhr bekam wieder ich einen Run und zwar auf meiner Scopex Rute, diesmal 18 Pfund.
16.00 Uhr mitten aus den schönsten Träumen riss uns Thomas sein linker Delkim, die Seerosen Rute. Endlich hatte was größeres den Pellet genommen, dachten wir noch so bei uns und richtig ein 26 Pfund Karpfen war kurz darauf bei uns im Kescher.

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Mittlerweile war es Dienstagabend und da Andreas über Nacht bleiben wollte, hatten wir unsere Fallen rausgebracht und endlich um 19.30 Uhr meine Pfanne zum Einsatz gebracht. Kartoffeln und Zwiebeln geschnitten, Knoblauch, Schafskäse, Wurst und und und . Wat tat das auch gut endlich mal wieder richtig warmes Essen.Viel Zeit zum gemütlichen Sitzen hatten wir nicht, da sich um 21.15 Uhr auf Thomas seiner Seerosen Rute ein 8 Pfund Karpfen meldete.Mittwoch 03.10.15Uhr Tomas seine Partikel Rute ging schon wieder ab. Leider war der Carp kurz vorm Kescher wech .Es ist 1.15. Uhr wir waren gerade wieder da von Rute rausbringen, als die Scopex/Erdbeer Dip Rute einen schönen Karpfen von 12 Pf. brachte. Um 2.30 Uhr konnte Thomas auf Partikel einen Karpfen von 16 Pf. fangen. Ca. 5.00 Uhr morgens mussten Andreas und ich noch einen Karpfen aus dem Schilf befreien, der nach dem Anbiss auf der Scopex/Erdbeer Rute dort hinein geflüchtet war. Es war bitter kalt und tierisch nebelig. Es war schon 6.00 Uhr morgens, als Thomas linke Rute mit Pellets sich meldete, alles schlief nur Andreas wachte und hat ihn dann auch allein an Land gebracht.
 

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Andreas konnte nachts drei schöne Karpfen drillen. Da wir immer gleich ins Boot sprangen, haben wir keinen verloren. Das war für uns eine neue Erfahrung.
Donnerstag 04.10.Mal wieder nachts um 1.30 Uhr fing Thomas einen Karpfen von 19 Pf. Dann um 3.30 Uhr an meiner weit wech Rute meldete sich ein Karpfen von 10 Pf. Es war um 6.30 Uhr als die weit wech Rute nochmals einen Karpfen von 12 Pf. brachte

Die Bisse wurden immer mehr und der Schlaf immer weniger. Hatten wir Anfangs nur nachts Bisse, kam bei Thomas auch schon nachmittags der Dauerton von seinem Delkim, wie um 14.00 Uhr da kam der 28 Pfünder. Die Fische wurden größer. Aber nur bei Thomas, denn die vier Fische die ich fing von 21.00 bis 2.30 Uhr waren 10 und 12 Pf. schwer. Dabei war der letzte besonders anstrengend, da sich auf dem Rückweg die Schnur der mittleren Rute um den Propeller wickelte so dass ich mitten im Nebel, allein auf dem See den Propeller abbauen und ihn von der Schnur befreien musste. Um 3.45Uhr bekam Thomas noch einen Karpfen von 29 Pf. auf Pellets. Aber es kam noch besser als wir Thomas Rute wieder rausbringen wollten und den Marker suchten, hörten wir auf dem Platz einzelne Piepser. Wir wendeten und fuhren schnell zurück, denn das Piepsen wurde immer mehr. Ich war wieder mal schnell aus dem Boot gesprungen und hatte angeschlagen, während Thomas das Boot gedreht hatte. Ich merkte einen immer stärker werdenden Zug an der Schnur, den ich nicht bremsen konnte. Wieder schnell ins Boot gekrabbelt und mit zitternden Knien weit raus, merkten wir beide, dass dieser Fisch größer war. Das Keschern im Dunkeln gestaltete sich schwer, aber wir schafften es. Erst als wir die Waage einhängten, bestätigte sich unser Verdacht, der Karpfen hatte 34 Pf. JUBEL mein größter Karpfen. Nix konnte für mich diese Woche mehr Toppen.

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28Pf

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34Pf

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29Pf

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34Pf

Um 9.30 Uhr fing Thomas noch einen Karpfen von 19 Pf.
Am Freitagnachmittag kam Andreas noch mal für eine Nacht. Irmi und Holger waren auch auf einen Kaffee da, als um 17.00 Uhr Thomas seine Seerosen Rute abging. Ich drückte einfach jemandem den Camcorder in die Hand und rief „Bitte filmen“. Thomas und ich mussten mit dem Boot in die Seerosen, denn er konnte den Fisch nicht halten, da er zu erschöpft war und jammerte „ Ich kann nicht mehr, meine Hand“. Er mobilisierte noch mal all seine Kräfte und nach dem dritten Kescherversuch hatten wir das Wasserschwein endlich im Boot und Thomas konnte sich setzen. Als wir ihn dann gewogen hatten, brachte die Waage die Gewissheit, 30 Pf, Thomas personal best.

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30Pf

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30Pf

Wir brachten dann wieder mal im Dunkeln die Ruten raus. Es war die letzte Nacht wir waren zwar total erschöpft, wollten aber noch mal alles geben. Andreas hatte leckeres Essen mitgebracht, wo wir sehr dankbar für waren. Ich nahm noch Kaffee mit ins Bett und hatte gerade die Carp in Focus in der Hand, als der Delkim von meiner weit wech Rute schrie. Mit Andreas ins Boot geklettert und hin. Wieder mal ein schöner Carp von 17 Pfund leider war der in Andreas Schnur geschwommen und hatte alles durcheinander gebracht. Na ja, erst mal an Land und den Fisch versorgt, dann den Gordischen Knoten gelöst. Aber es nützte nichts, ich musste aus Andreas Schnur ein Stück Rauschneiden. Während ich dann das Boot und das Futter fertig machte, machte Andreas Thomas wach, der sollte die geflochtenen Schnüre zusammen knoten. Der schafft es aber vor lauter Erschöpfung nicht von seiner Liege runter, aber den Knoten knüpfte er mit von ihm gegebener lebenslanger Garantie. Wir sind gerade mit dem Boot raus, als die rechte Scopex Rute abpfiff, jetzt aber Minkota auf Vollgas und zurück und wieder einen Karpfen von 18 Pf. Der Reihe nach die Ruten wieder rausgebracht, den kalten Kaffee weg und neuen kochen, aber denkste, denn der Delkim rief schon wieder. Andreas schlug an, ich machte den Coleman wieder aus und das Boot startklar. Carp von 11 Pf. gekeschert. Ruten wieder raus, mir zitterten die Knie vor Erschöpfung. Jedes Mal lief man 10 – 30 m durch das Knietiefe Wasser, hin und zurück, das schlauchte ganz schön. Wir fingen noch einen Karpfen von 12 Pf. und ein Vorfach wurde noch abgeschnitten.

Jetzt reichte es! Da wir heute noch nach Hause fahren wollten, musste ich endlich schlafen. Es war ja auch schon 3.00 Uhr, kalt und so nebelig, dass man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte. Ich überließ Andreas die Ruten mit der Bitte mich nur in absoluten Notfällen zu wecken. Von Thomas hatten wir außer Sägegeräuschen schon seit Stunden nichts gehört.

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Um 10.00 Uhr fingen wir an abzubauen. Andreas musste nach Hause und wir mussten wieder in die Zivilisation zurück. Aber wie das bei uns Anglern so ist, dauert alles seine Zeit, wir kamen erst nachmittags von hier los, da wir noch einem anderen Carphunter unsere Stelle übergeben hatten. 
Gefischt haben wir mit einem einfachen Safety Bolt Rig und D-Rig. Da ich an der rechten Rute das Vorfach bei der Kontrolle sauber abgeschnitten vorfand, band ich abrieb feste Vorfächer, die sind zwar unbeweglicher, aber wegen den Muscheln, war das schon besser.
Für die Statistiker Als Futter haben wir gebraucht 30 kg Partikel, 20 kg Pellets, 30 kg selbst gerollte Fischboilies und 20 kg selbst gerollte Scopexbolies, die wir in Salz / Zucker konservierten.
Wir bekamen 9 Bisse auf Partikel die wir nur in den ersten drei Tagen fischten.
      12 Bisse auf Pellets
      20 Bisse auf unseren selbst gerollten Boilies
Thomas fing 10 Fische mit einem gesamt Gewicht von 190 Pf. das macht einen Durchschnitt von 19 Pf. Ich fing 14 Fische mit einem Gesamtgewicht von 216 Pf. macht einen Durchschnitt von 15,4 Pf. Andreas der zwei Nächte blieb hatte 3 Fische von 33 Pf mit einem Durchschnitt von 11 Pf. Zusammen haben wir 439 Pf. gefangen mit einem Durchschnitt von 16,25 Pf.

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Algen ohne Ende

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Bis dann Schöne Fische Schipi