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Neustrelitz 2006
Dienstag den 06. Juni 2006, die Sachen packen. Meine Schwester I. nimmt mich mit nach Meck-Pom, da meine Frau das Auto braucht.
Alles in den Avant, mist der ist ja doch ein ganzes Stück kleiner wie unser Omega.
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So bleibt ein Teil Boilies, Mais und Minkota erst einmal hier, die holt am Donnerstag Thomas. Wir angeln das erste Mal zusammen und dann gleich zehn Tage.
Ich komme erst nachts im Müritz Nationalpark, wo meine Schw. I. wohnt, an. Mittwoch geht es dann nach Mirow den Schein holen und dann, nachdem ich Heike angerufen habe, die das Tor zur Wiese aufschließt, ans Wasser. So nun noch das Auto ausräumen und dabei tierisch aufpassen, dass der Hund von Schw. I. mir nicht die Boilies auffrisst.
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Schw. I. muss zur Arbeit nach Neustrelitz und lässt mich allein. Jetzt geht es los, Taifun Dome und Shelter stehen schnell, nur noch einräumen und auf den ersten Biss warten. Da kommt ein Auto angefahren. Es ist Klaus, den ich sowieso schon anrufen wollte, anscheinend hat er geahnt, dass ich schon da bin. Dann erst mal Kaffee kochen und quatschen, quatschen, quatschen. Wir haben uns ein Jahr nicht gesehen.Später hat Heike mit Ludwig ( 11 ) mir dann noch den Anker 4 (Boot) gebracht.Früh an diesem ersten Abend lieg ich schon auf der Liege mit der Hoffnung, auf den ersten Carp. Aber es soll nicht sein.Wolkenloser blauer Himmel, Wassertemp. 19 °C, eigentlich Top Bedingungen, wat losMais ist gefüttert, Boilies auch, aber keine Aktion.Ich warte auf Thomas, der erst um 17.00 Uhr hier eintrudelt, nach einer 2–stündigen Irrfahrt auf der Suche nach dem Angelschein. Als Thomas ankommt, kriegt er den Mund nicht mehr zu, da er so überwältigt ist von der Schönheit der Landschaft. Während er sein Takle aufbaut, bau ich den Minkota und das Echolot ans Boot und bring meine erste Distanzrute ca. 250 m weit raus, an der Ecke vor einer Schilfkante. Thomas sucht sich seine Angelstellen rechts vor der Insel einmal unter den Bäumen und die andere vor dem Schilf. Er angelt und füttert nur mit unseren selbst gemachten Boilies. Wir haben 3 Wochen vorher in meiner Hexenküche am Samstag 35 kg gerollt. Ich angle eine Rute mit Mais, da ich damit hier bessere Erfahrungen gemacht hatte. Aber was soll ich sagen, Aktion gleich null!
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Und das bleibt auch so die nächsten 6 Tage. Obwohl da war doch was. Nachmittags, trotz Motorboot verbot, fuhr ein kleines Schlauchboot mit Benzinmotor dicht an Thomas Angelstelle und wie soll es auch anders sein? Auf einmal „ Voll Run“. Mindestens 400 Pfund, die Rolle kreischt und Thomas hat schon in Panik sein Messer gezückt. Jetzt aber rein ins Boot und hinterher. Als wir rufen, dass die anhalten sollen, geben die A…. extra gas.Nach gut 100 m merkt Thomas, wie die Schnur schlaff wird. Rolle fast leer. Gott sei dank können wir das Ende mit der Montage nach einigem Suchen wieder finden und Thomas kann nach beseitigen der schadhaften Stellen, die Schnur wieder zusammen knoten. So dass ihm „ nur“ 50 m fehlen.Na ja, war wenigstens endlich mal Action am Wasser.
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Außer Schnorcheln im mittlerweile 25 °C heißem Wasser, bleibt nur noch sich vor der Sonne und den Gnitzen zu verstecken. Das für Donnerstag gemeldete Gewitter haben wir nicht gesehen, aber Regen Mittwochnacht.
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Das hat die Brasse die um 11.00 Uhr den Mais genommen hat wohl auch gemerkt, wenigstens kommen jetzt größere Fische, 1 Pfund hat sie und die Rute im Uferbereich ausgewählt. Donnerstag um 6.00 Uhr dann endlich der erste Carp, 7 Pfund, schöner Fisch. Er kann ja seine Großeltern vorbeischicken. Dann um 12.00 Uhr wieder Brassen, diesmal immerhin schon ca. 2 Pfund. Abends waren wir wieder früh auf der Liege denn Thomas will morgen früh packen und gegen Mittag die 550 km nach Hause fahren. Aber dann gegen 23.00 Uhr meldet Thomas sein Bissanzeiger, dass sich vor der Insel was tut. Also ab ins Boot und den 6 Pfund Karpfen keschern. Sollten Sie etwa doch da sein???Freitagmorgen piept es, um 7.00 Uhr wieder bei Thomas seiner Inselrute. Diesmal ist der Carp schon 14 Pfund schwer. Leider immer noch keine Großeltern, aber das ist uns egal, nach der Woche zählt jeder Fisch.Da Thomas am packen ist das Blei wech und das Vorfach in knüpp ist, beschließt er die Rute schon mal einzupacken. Da meine Rute in der Tiefe von 4m eh keinen pieps tut, beschließen wir die mit Maiskörner und etwas Pop up Schaum Montage dort wieder zu platzieren. Ich war am Boot festmachen, Thomas am Swinger einhängen, da seh ich, wie die Spitze von der Rute wieder und wieder leicht krumm geht. „ Thomas, bist du das?“ frag ich noch ungläubig. „ Was?“ Der schaut auf und ich rufe „ Biss“ Da schlägt er schon an, also wieder ins Boot, der Fisch sitzt im Schilf, aber zum Glück löst sich das Blei und wir können einen 9 Pfund Carp keschern. Und das nachdem die Montage nur max. 4 min im Wasser lag, Wahnsinn.Ich bin ganz hibbelig, weil meine Rute am Schilf um 5.30 Uhr kurz den Carpsounder auslöste, wo ich an der Rute war, hing der Swinger aber nur 2 cm tiefer, mehr nicht. Brassen ? Nun sach ich mir, doch lieber noch mal nachschauen. Also mit Thomas ins Boot und hin. Kurz geschnorchelt, Montage gefunden D-Rig ohne Pop up und Baitband. Das waren die Wasserhühner, die hier in Scharen sind. Mist zurück, Gummi geholt, Montage wieder aufgerüstet und rein damit. Um 12.00 Uhr, hatte Thomas schon alles im Auto. Doch er musste noch einmal ins Boot und mir einen 7 Pfund Carp keschern helfen, weil er Anstalten machte ins Schilf zu verschwinden. Ich habe dann auch eingepackt. Thomas ist erst gegen 13.00 Uhr losgekommen, Schw.I. kam um 15.00 Uhr und hat mich abgeholt. Erst mal eine Nacht im Nationalpark schlafen und Sonntag nach Hause.Fazit, von 10 Tagen Neustrelitz, bomben Wetter, kein Regen, Hagel, Sturm, oder Monsun. Leider auch keine konstanten Karpfenbisse“ nur ?“ 5“ kleine?“Carps. Wir hatten jedenfalls Super Spass, ich jede Menge Mückenstiche, Thomas ( mit schlechtem Blut ), dafür einen tierischen Sonnenbrand.
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Doch wir sind uns einig, wir kommen nächstes Jahr wieder!
Bis dahin, schöne Fische Euer Schipi
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